Das Hauptargument gegen die Verwendung von Linux zur Textverarbeitung ist ein simples: fehlende Kompatibilität. Keine Sorge: kein Anheben zur großen Word-Litanei - dafür soll noch an gebührender Stelle Platz geschaffen werden -, sondern eine kurze Beschreibung der normalen Welt.
Ein netter Kollege bittet mich seinen - selbstverständlich bahnbrechenden - Aufsatz Korrektur zu lesen. Nun ist er eben ein netter Kollege und ich mache mir keine Sorgen um die Bahn, sondern suche einfach nach Fehlern, Ungenauigkeiten ...Nachdem er mir nun seinen Aufsatz, der wie immer eher doch ein Buch werden wird, in ganzem Umfang zugeschickt hat und ich nur so an etwa 20 Stellen etwas auszusetzen habe, sende bloß diese 20 Stellen zurück, er überzeugt sich von der Richtigkeit der Falschheit und liest die Korrektur mit einem Befehl ein und plötzlich hat er ein korrigiertes Dokument vor sich liegen.
Alles, was man dazu benötigt, sind zwei Kommandozeilen-Helferleins: diff und patch. diff gibt die Unterschiede zwischen zwei Textdateien aus und patch gleicht diese Unterschiede wieder zu einer neuen Version aus.
Text am Bildschirm zu erarbeiten
kann wirklich aufregend sein, meist endet der Versuch in einem
Desaster. Es ist durchaus nicht nebensächlich, wo und wie etwas
produziert wird.