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Die Konsole

Ein großer Stabilitätsvorteil von Linux ist, dass die graphische Oberfläche nicht Teil des Kernels ist. Die direkte Konsequenz daraus: Sollte nicht irgendein Display-Manager installiert sein (so wie gdm, kdm, xdm ...), dann begrüßt einen Linux auf der Konsole. Nach dem Login wird irgendein Kommandozeileninterpreter erscheinen (bash, zsh ...) und dienstfertig der zu interpretierenden Kommandos harren. Das sieht dann bei mir so aus:

text@seitung.net~>

Allerdings gehört ein Terminal-Emulator[*] auch zu den Standardwerkzeugen unter der graphischen Oberfläche, er ist ein Fenster mit Aussicht auf das Betriebssystem.

Wie sieht die Verwendung der Konsole (des Terminal-Emulators) im täglichen Einsatz aus:

  1. In der X-Session ist es oft schneller ein Programm von der Konsole auf aufzurufen[*], als sich durch hoffnunglos verzweigte Menübäume hindurchzuklicken.
  2. Die Konsole ist zuverlässiger: keine fehlerhaften Verknüpfungen innerhalb der grafischen Oberfläche; sollte etwas schiefgehen, gibt die Konsole die Fehlermedungen.
  3. Last but not least: Die klobigen weißen Buschstaben auf der Konsole (ohne graphische Oberfläche, X - produziert etwa mit ed oder vi) haben viel von der Austerität des Schwarz-Auf-Weiß-Zugangs von Tinte und Papier.


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Michael Hummel 2004-09-07